Aktuelle Studie: Sechs „Megatrends“ prägen den Maschinenbauservice der Zukunft

In kaum einen Industriebereich ist das Thema Service so wichtig wie im Maschinen- und Anlagenbau für die Pharmaindustrie. Die Gründe liegen auf der Hand: Höchste Qualitätsstandards zeichnen die Pharmaproduktion aus, gleichzeitig erfolgt die Herstellung der Produkte zumeist in riesigen Stückzahlen. Wie können Maschinenbauer vor diesem Hintergrund mit passgenauen Servicedienstleistungen gezielt für Wachstum sorgen? Eine aktuelle Studie zeigt zentrale Erfolgsmuster auf.

Vom Ersatzteilservice bis zum Wartungsmanagement: Dass der Service ein zentraler Faktor für den Erfolg im Maschinenbau ist, gilt seit vielen Jahren für ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche. Aber welche Dienstleistungen versprechen die größten Wachstumspotenziale und wie verändern sich die Anforderungen an den Service? Erste Antworten auf diese Fragen gibt die Studie „Wachstum durch Service 2016“ des Düsseldorfer Beratungshauses Droege Group Internationale Unternehmer-Beratung. Die Spezialisten haben das komplette Servicespektrum des Maschinenbaus unter die Lupe genommen, und es dabei zunächst in drei zentrale Cluster aufgeteilt:

  • So gibt es „produktbezogene Leistungen im engeren Sinn“. Dazu gehören die klassischen Instandhaltungsfunktionen und die Ersatzteilversorgung. Um einen reibungslosen Anlagenbetrieb aufrechtzuerhalten, sind diese Leistungen unverzichtbar.
  • Dazu kommen „produktbezogene Leistungen im erweiterten Sinn“. Sie dienen dazu, die Leistungsfähigkeit einer Anlage zu verbessern oder ihren Betrieb zu verlängern.
  • Zur dritten Gruppe gehören Leistungen, die nicht direkt auf das Produkt bezogen sind – zum Beispiel die Auslagerung von Produktionsprozessen oder diverse Planungs- und Finanzierungsdienstleistungen.

Trends in neuen Servicebereichen

Auf Basis dieser Einteilung konnten die Berater der Droege Group sowohl den Status quo analysieren als auch Megatrends für die nächsten Jahre identifizieren. Für die Gegenwart gilt wenig überraschend: Derzeit wird der größte Serviceumsatz im Maschinenbau mit „produktbezogenen Leistungen im engeren Sinn“ erwirtschaftet: Training, Inspektion, Versorgung mit Ersatzteilen und Reparaturen. Die insgesamt sechs „branchenübergreifenden Megatrends“ im Service finden sich nach Ansicht der Autoren allerdings in anderen Bereichen. Im zweiten Cluster sind dies das Condition Monitoring (Zustandsüberwachung) der laufenden Maschinen, der Remote Service und Verfügbarkeitsgarantien, die vom Maschinenbauer abgegeben werden. Zwei weitere Megatrends finden sich zudem im dritten Cluster: das Business Process Outsourcing (das Auslagern ganzer Geschäftsprozesse) und das Operation Business Outsourcing (zum Beispiel das Auslagern des Anlagenbetriebs).

Aus Kundensicht denken

Zusammenfassend lässt sich sagen: Derzeit konzentriert sich der Maschinenbauservice noch auf die eigenen Produkte – also die Anlagen und Maschinen. Wartungs- und Reparaturleistungen stehen im Mittelpunkt, die Dienstleistungen orientieren sich an der vorhandenen Technologie. Zukünftig müssen die Anforderungen des Kunden stärker in den Mittelpunkt rücken als bisher, so ein Handlungsauftrag der Studie. Diese Analyse wird von den Verantwortlichen der Excellence United geteilt, wie Lars Plüschau von Fette Compacting aus Schwarzenbek, bestätigt: „Wir werden unser Serviceportfolio in den nächsten Jahren nicht nur kontinuierlich ausbauen, sondern zugleich besonders innovative Lösungen anstreben, die sich an den individuellen Bedürfnissen unserer Kunden orientieren. Der neue, unternehmensübergreifende Remote Service der Excellence United ist ein erstes herausragendes Beispiel dafür.“

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